
|
Die Baubeschreibung Die Kirche St. Mariä Himmelfahrt in Oedekoven schmiegt sich unterhalb der Kapelle „Mariä Vermählung" an den oberen Teil des Vorgebirgshanges. Schon aus der Ferne weist der Bau ein bodenständiges Gepräge auf, als sei er schon immer Bestandteil des umgebenden Ortes gewesen. Von den umliegenden Straßen zurückgesetzt, erreicht man die Kirche über Fußwege, die in einen beschaulichen, ja intimen von einer Grenzmauer, dem Pfarrhaus und der Kirche mit dem Sakristeianbau abgeschlossenen Vorhof münden. Das Pfarrhaus ist ein schlichter, weißer,
eingeschossiger Bau mit einem einfachen Schiefersatteldach. Der untere
Haupteingang in das Haus liegt geschützt unter einem Rundbogen aus
Bruchsteinen, dem Baumaterial der Kirche. Das Gotteshaus ist außen aus
Grauwackebruchsteinmauerwerk, das durch mächtige Strebepfeiler verstärkt
wird, und das der Kirche den Stempel unverrückbarer Festigkeit aufdrückt.
Das Dach des Kirchengebäudes korrespondiert mit dem des Pfarrhauses,
ergänzt durch den kleinen Glockenreiter. Licht in den Kirchenraum bringen große, trapezförmig angeschnittene Rundbogenfenster aus Buntglas in einer längs ausgerichteten, strengen Rechteckgitterstruktur mit gegenständlichen Darstellungen, sowie ein großes Rundfenster über dem Haupteingang und ein schmales kleines Fenster an der südöstlichen Apsisseite sowie zwei ebensolche Fenster in der Taufkapelle und eines im Vorbau des seitlichen Eingangs. Der Architekt der Kirche war Emil Steffann (1899–1968), der Künstler der Glasfenster Hans Lünenborg (1904-1990), die beide in bisherigen Kirchenbeschreibungen wenig oder im Fall Lünenborgs gar nicht berücksichtigt wurden. |
|