Kirchbau

 

 

Die Baubeschreibung

Die Kirche St. Mariä Himmelfahrt in Oedekoven schmiegt sich unterhalb der Kapelle „Mariä Vermählung" an den oberen Teil des Vorgebirgshanges. Schon aus der Ferne weist der Bau ein bodenständiges Gepräge auf, als sei er schon immer Bestandteil des umgebenden Ortes gewesen. Von den umliegenden Straßen zurückgesetzt, erreicht man die Kirche über Fußwege, die in einen beschaulichen, ja intimen von einer Grenzmauer, dem Pfarrhaus und der Kirche mit dem Sakristeianbau abgeschlossenen Vorhof münden.

Das Pfarrhaus ist ein schlichter, weißer, eingeschossiger Bau mit einem einfachen Schiefersatteldach. Der untere Haupteingang in das Haus liegt geschützt unter einem Rundbogen aus Bruchsteinen, dem Baumaterial der Kirche. Das Gotteshaus ist außen aus Grauwackebruchsteinmauerwerk, das durch mächtige Strebepfeiler verstärkt wird, und das der Kirche den Stempel unverrückbarer Festigkeit aufdrückt. Das Dach des Kirchengebäudes korrespondiert mit dem des Pfarrhauses, ergänzt durch den kleinen Glockenreiter.
                 
                             
           Blick auf den Westgiebel mit dem großen Rundfenster
           - charakteristisch das offene Deckentragwerk; die Orgel
          wurde 1974 von dem Bonner Orgelbauer Klais errichtet

Der Eingang ist einmal zentral an der Westseite der Kirche durch ein einfaches Holzportal möglich oder durch eine fast versteckt liegende Holztür, die über einen kleinen Anbau mit tiefgezogenem Dach zugänglich ist. Die Erschließung des schlichten, einschiffigen, weiß verputzten Kirchenraumes erfolgt vom Haupteingang unterhalb der Orgelbühne längs in West-Ost Richtung, so dass der Altar geostet, dem Eingang gegenüber und leicht erhöht unter dem Rundbogen der kleinen Konche steht. In der Nordseite der Kirchenwand auf Höhe des Abschlusses der Orgelbühne ist ein schmaler Durchgang, wie in das Mauerwerk eingegraben. Er führt über drei Stufen hinab in eine kleine runde Taufkapelle mit dem im Zentrum stehenden einfachen Taufbecken unter dem tiefgezogenen Dach des seitlichen Eingangsanbaus.

Licht in den Kirchenraum bringen große, trapezförmig angeschnittene Rundbogenfenster aus Buntglas in einer längs ausgerichteten, strengen Rechteckgitterstruktur mit gegenständlichen Darstellungen, sowie ein großes Rundfenster über dem Haupteingang und ein schmales kleines Fenster an der südöstlichen Apsisseite sowie zwei ebensolche Fenster in der Taufkapelle und eines im Vorbau des seitlichen Eingangs.

Der Architekt der Kirche war Emil Steffann (1899–1968), der Künstler der Glasfenster Hans Lünenborg (1904-1990), die beide in bisherigen Kirchenbeschreibungen wenig oder im Fall Lünenborgs gar nicht berücksichtigt wurden.


zurück


Das Eichhörnchen öffnet als Klinke das Hauptportal...

     


... der Hase die fast versteckt liegende Nebenpforte
     .

 

       

Das "Edelsteinfenster" - man passiert es beim Betreten der Kirche durch den Seiteneingang